![]() Mit einem brachliegenden und zugeklebten Schaufenster fing die künstlerische Aufwertung unserer Stadt an. Aber Banken und rührige Geschäftsleute hatten die Chance attraktiver statt abstoßender Schaufensterbrachen schon früher erkannt. In der Friedrich-Ebert-Straße (Sparkasse in früherem Blumengeschäft) und der Neumarktstraße (Haus Palmengarten, Fahrrad-Möller, Reformhaus Irzik in den Schaufenstern der Fam. Mestwarp) finden sich die Spuren erster Initiativen. Weniger zur Werbung als ganz schlicht zur Verschönerung begann Maria Bögel, zwei Schaufenster in der Langen Straße mit Vorhang und Aquarellen zu gestalten. Herr Werner Obst als Vermittler half, Familie Ranke sagte zu. Plastik und Packpapier hinter den Scheiben verschwanden. Das machte rasch Schule. Der VVO organisierte das weitere Projekt und kam kaum nach, genügend Schaufenster für seine kunstschaffenden Mitglieder zu finden und die Eigentümer vom Nutzen der Aktion zu überzeugen: Stadtverschönerung auf Zeit. Mit relativ geringem Kostenaufwand für Wände und Böden, aber umso größerer Fantasie gingen die Mitglieder ans Werk, welche auch die Stromkosten für die Beleuchtung übernahmen. Staffeleien, Lampen und Stoffe wurden zur Verfügung gestellt. Das Museum kam mit Leihgaben und die Stadtführerinnen wirkten an der Fenstergestaltung fleißig mit. Nichts würden die Künstler
lieber sehen als ihren Rückzug aus den Fenstern, wenn sich Geschäftsleute
fänden, die alles dem eigentlichen ökonomischen Zweck zurückgeben
könnten. Bis dahin bleibt die Galerie Obernkirchen eine kreative Institution.
Sie soll sich in die Neumarktstraße hinein fortsetzen und das positive
Bild des Zusammenhaltes in unserer Stadt widerspiegeln. Nach der Vernissage
kamen 3 weitere Schaufenster in der Friedrich-Ebert-Straße Nr. 20
(M. Candan und Frau Towers) hinzu. Teilweise ging der VVO selber ans Werk,
um Fensterrahmen und Fassadenbalken mit Farbe zu verschönen. Damit
wird die Galerie Obernkirchen zum sichtbaren Zeichen der vielen Bürgerinitiativen,
welche mit ihrer Entwicklungsarbeit für Schwimmbad, Museum, und andere
Gemeinschaftseinrichtungen diese Stadt prägen und mit frischem Geist
erfüllen. Es lohnt sich, unsere kleine Stadt zu besuchen:
am 16. Mai 2003
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